Hanfpflanzen bei der Cultiva 2009Die Hanf-Sorten

Generell werden beim Hanf die Sorten Sativa und Indika unterschieden.

Die Sativa wächst eher in die Höhe, während die Indica ein buschiges Wachstumsverhalten an den Tag legt.

Für die Industrielle Nutzung des Hanfs werden spezielle THC-arme Sorten, die möglichst viel Rohstoff liefern gezüchtet. Dabei handelt es sich in der Regel um Zwitter oder sogenannte zweigeschlechtliche Pflanzen, das heißt diese Pflanzen tragen sowohl männliche als auch weibliche Geschlechtsmerkmale.

In der Natur kommen zwittrige Pflanzen nur dort vor, wo sich eine weibliche Pflanze alleine entwickelt, nie bestäubt wird und sich nur noch durch die Ausbildung von männlichen Blüten selbst bestäuben kann. Die aus einer Selbstbestäubung resultierenden Samen können so eine weitere Generation von Pflanzen garantieren. Diese können dann männlich, weiblich oder aber auch zwittrig sein.

Die "wild blühende" weibliche Hanfpflanze kann eien THC-Gehalt von etwa 12% erreichen.

Während in der einen Richtung entsprechend den internationalen Auflagen an Pflanzen mit wenig THC-Gehalt gezüchtet werden, machen es die anderen in die entgegen gesetzte Richtung. So entstehen durch Selektion Sorten bei denen der THC-Gehalt in den Blüten um etwa 20% beträgt, wohl gemerkt nur bei Sensimillia, also Plantagen mit rein weiblichen Kulturen. Ein so hoher Wirkstoffgehalt ist vor allem für die Pharmazie und den Schwarzmarkt wichtig, da es hier darauf ankommt, möglichst viel des Wirkstoffes in möglichst wenig Pflanzenmasse zu haben.

Es gibt auch Gerüchte über gentechnisch veränderte Sorten geben, was von den anerkannten Züchtern jedoch zurückgewiesen wird.

Während einige Sorten durch die Dauer der Sonneneinstrahlung von der vegetativen Phase in die Blüte kommen, gibt es mittlerweile auch schon Züchtungen, die sozusagen "automatisch umschalten" und egal von der Anzahl der Lichtstunden nur drei Monate von der Aussaat bis zur Ernte benötigen. Solche Sorten können dann drei bis viermal jährlich ausgebracht und geerntet werden.

Während der Anbau für den industriellen Nutzen (auch für die Nahrungsmittelindustrie) in der Regel am Feld passiert, wird der medizinische Hanf und auch der Drogenhanf unter kontrollierten Bedingungen in sogenannten Indoor-Plantagen angebaut. Hier kann am besten ein gleichmäßiges Wachstum und auch eine gleichbleibende Qualität garantiert werden. Die Anlagen sind in der Regel technisch sehr ausgereift und die Produktion erfolgt in diesen Fällen meist unter laborähnlichen Bedingungen (Spezialkleidung, etc.).

Genauere Informationen über die optimale Sortenwahl findet man in der Fachliteratur.